Kreuzgang - Foto: A. Füser

Männerfrühstück: Organtransplantation

Referent ist Dr. Michael Varvenne, Internist in der Onkologischen Praxis Celle

An die achtzig Prozent der Deutschen können sich vorstellen, im Todesfall ein Organ zu spenden. Einen Organspendeausweis haben allerdings lediglich 36 Prozent, während die Wartelisten mit Patienten, die dringend ein Organ benötigen, für viele aussichtslos lang sind. Bundesgesundheits-minister Jens Spahn hat eine „doppelte“ Widerspruchslösung vorgeschlagen: Spender ist, wer dem nicht schriftlich oder seinem Arzt bzw. Angehörigen gegenüber mündlich widersprochen hat – ein legitimer Weg, die Zahl der verfügbaren Organe zugunsten des Überlebens anderer nach oben zu treiben? Darf gesetzlich erzwungen werden, dass jeder für sich eine Entscheidung fällt in einer Frage von dieser Tragweite? Das ist nur die zur Zeit aktuellste Frage in Sachen „Organtransplantation“. Andere Konflikte sind schon Thema, seit es sie gibt (1954): Gibt es eine moralische Pflicht zur Organspende – zumal für Christen im Sinne der Nächstenliebe? Oder wird hier im Gegenteil eine Grenze des Respekts vor der körperlichen Unversehrtheit auch des Toten überschritten? Ist eigentlich wirklich tot, wer „hirntot“ ist?

Informationen zu den Ausführenden

Referent ist Dr. Michael Varvenne, Internist in der Onkologischen Praxis Celle

Wann

Veranstalter

Michael Wohlgemuth
(05141) 53240

Eintrittspreis/Kosten

4 Euro